Seit dem durch die Maßnahmen im Zuge der Bewältigung der Finanzkrise den Banken billiges Geld zur Verfügung gestellt wurde, gingen die Zinsen für Anleger in den Keller. So sind für Tagesgelder inzwischen Zinssätze zwischen 1% und 2,5% üblich, wo bis vor kurzem noch zwischen 3,5% und 4,5% gezahlt wurden. Selbst bei vielen Bundeswertpapieren werden die Erträge inzwischen von der Inflation aufgefressen. Langlaufende Papiere sollten in dieser Situation gemieden werden, da sonst bei steigenden Zinsen auch noch Kursverluste drohen. Mit Tagesgeld oder kurzfristigen Anlagen bleiben Anleger flexibel und eine Umschichtung ist jederzeit möglich. Inzwischen spielt das Zinsniveau für Staatskredite eine größere Rolle für die Weltwirtschaft als zum Beispiel Aktienkurse. Während wackelige Schuldner immer höhere Zinsen zahlen müssen und deren Anleihen in den Keller gehen, werden „gute“ Schuldner wie die USA oder Deutschland mit Geld regelrecht überschüttet, was die Tagesgeldzinsen immer weiter absinken lässt. Für einjährige Papiere werden für den deutschen Finanzminister sage und schreibe nur noch 0,6% Zinsen fällig. Wer Geld anlegen möchte und Sicherheit groß schreibt, sollte Zinspapiere staatsnaher Unternehmen oder die Anlage in fremde Währungen in Erwägung ziehen, selbst wenn es da das Abwertungsrisiko gibt. Ein aktueller Tagesgeldanbieter-Vergleich sollte sich auf Banken beschränken, die dem europäischen Einlagen-Sicherungsfond angeschlossen sind. Da kann man die höchsten Tagesgeldzinsen um 2,2% bei so renommierten Banken wie der Ikano-Bank (der Bank von Ikea) finden, die als Plus noch zusätzlich eine kostenlose Mastercard dazugibt. Das Guthaben wird auf dem Konto der Kreditkarte geparkt, ist dort jederzeit abrufbar und erbringt die 2,2% Zinsen, die momentan die Spitze darstellen. Mit ähnlich hohen Zinsen lockt die Bank of Scotland, die darüber hinaus noch für jeden Neukunden einen Bonus bereithält.